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hinduismus
 

Der Hinduismus kennt viele verschiedene Götter. Jedoch versteht man die einzelnen Götter nur als viele verschiedene Aspekte des Ganzen, Allumfassenden, dem umfassenden All-Einen - dem Brahman.
 

Ganesha
 

Jeder Hindu hat einen Lieblingsgott, der als Hauptgott verehrt wird. Dieser kann im Laufe eines Lebens auch gewechselt werden. Bei einem bestimmten Problem wird normalerweise der Gott um Hilfe gebeten, der für den jeweiligen Problembereich "zuständig" ist. Einige der wichtigsten hinduistischen Gottheiten sind:


Brahma

Brahma

Weltenschöpfer

Attribute: Wassergefäß, Gebetsschnur, Buch
Symboltier: Gans Hamsa
Gefährtin: Sarasvati

 
Vishnu

Vishnu

Welterhalter

Attribute: Rad, Lotos, Muschel, Keule
Symboltier: Vogelwesen Garuda
Gefährtin: Lakshmi - Göttin des Glücks, Schönheit, Liebe und Reichtums

 
Shiva

Shiva und Shakti

Zerstörer und Erneuerer - Gott des Wandels

Attribute: Dreizack, Sanduhrtrommel, Bogen, Strick
Symboltier: Stier Nandi
Gefährtin: Parvati - Muttergottheit (Mutter von Ganesha und Skanda)

 
Krishna

Krishna

Inkarnation Vishnu's - Hirtengott

Attribute: Flöte
Symboltier:
Gefährtin: Radha - Hirtenmädchen 

 
Ganesha

Ganesha

Überwinder aller Hindernisse - Gott der Weisheit

Attribute: Lotos, Stoßzahn, Schüssel, Stachelstock
Symboltier: Ratte
Gefährtin: Siddhi - Göttin des Erfolges

 

Die drei Götter Brahma, Vishnu und Shiva bilden die Trimurti. Diese Dreigestalt personifiziert das ständig wiederkehrende Weltgeschehen von Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Dargestellt wird die Dreiheit als Körper mit 3 Köpfen und 6 Armen, wobei jeder Kopf eine andere Kopfbedeckung hat. "Die 3 existieren in Einem, und das Eine ist in den dreien."

Die beiden Götter Vishnu und Shiva bilden die Hari-Hara - die Verkörperung von Raum und Zeit.

Interessant ist auch die Funktion der Göttin: Das männliche ist das Prinzip (aktiv), das weibliche die Energie (passiv). Ein Gott kann nur wirken und handeln durch die Kraft und Energie, die er von seiner Shakti bekommt. Dies trifft vor allem für Shiva (Personifikation der schöpferischen, weiblichen Ur-Energie) zu.
 

Ganesha
 

Ziel eines gläubigen Hindus ist es, aus dem ewigen Kreislauf von Reinkarnationen (Samsara) auszubrechen. Ist einem Menschen die Erlösung (Moksa) gelungen, kehrt die Seele (Atman) zum Brahman zurück, von dem sie einst getrennt worden ist. Auf den Weg zur Erlösung führen verschiedene Heilswege - Margas:


Ritual
Durch formale Rituale wird versucht Kontakt zur Gottheit aufzunehmen. Zu den Ritualen zählen Initationsriten sowie Opferzeremonien, bei denen versucht wird, die Gottheit günstig zu stimmen.

 
Devotionalismus - Bhakti
Die Bhakti-Anhänger lehnen das Kastenwesen, Rituale und Regeln ab - auch Frauen dürfen Bhakti ausüben. Der Gläubige gibt sich der Gottheit völlig hin und hofft auf deren Gnade, um schließlich mit ihr zu verschmelzen - unio mystica. Bei den Bhakti-Anhängern dominiert eine antropomorphe Gottesvorstellung (menschliche Gestalt). Bhakti ist der am häufigsten gegangene Heilsweg, da er keine so große Selbstdisziplin erfordert wie das Asketentum. 

 
Spiritualismus / Mystik
Nur durch den Rückzug aus der Gesellschaft ist es möglich Erleuchtung bereits zu Lebzeiten zu erlangen. Die Asketen entfliehen dem alltäglichen Leben um durch bestimmte Techniken (z. B. Yoga) ihren Geist von den Anhaftungen loszulösen. Der Spiritualismus ist nicht an Gottesvorstellungen gebunden, d. h. er kann auch atheistisch sein.

 
Heroismus
Der Held opfert sich selbst für das Wohl anderer.
Es gibt auch militärische Asketen-Gruppierungen: Im 16. Jhd. kämpften die Naga ("die Nackten") gegen die britischen Besatzer. Sie waren nur mit Speer, Schild und militärischen Orden "bekleidet".

Ganesha
 

Wichtige heilige Schriften des Hinduismus:


Veden "Wissen"

Rigveda
Samaveda
Yajurveda
Atharvaveda
Brahmanas
Aranyakas
Upanishaden
Sutras "Leitfäden"
Puranas "Alte Geschichten"
Epen

Mahabharata
Ramayana

 
 
Amanita Muscaria

Ich merke, daß ich Soma getrunken habe. Wie die wilden Winde, So haben mich die getrunkenen Somasäfte emporgehoben. Ich merke, daß ich Soma getrunken habe. Der Trank hat mich fortgerissen, wie ein stürmischer Wind,

Das Denken hat sich mir dargeboten wie eine Kuh ihrem kleinen Liebling

Die eine Hälfte meines Ichs läßt die beiden Welten hinter sich, Ich habe an Größe diesen Himmel und diese Erde übertroffen. Ich merke, daß ich Soma getrunken habe.

aus der Rigveda